Über die Stiftung

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Renate und Roland Gruber

Roland Gruber hat in seinem Leben viel erlebt und will durch die Stiftung anderen Menschen sein Lebenswerk widmen.

Als er am 12.Mai 1922 als achtes Kind einer Arbeiterfamilie das Licht der Welt erblickte, war sein Vater arbeitslos und die Familie hatte Angst zu verhungern. Sein ältester Bruder Herbert wanderte bereits 1928 nach Amerika aus, weil er in Deutschland keine Perspektive mehr sah. Dort lernte der Bruder eine junge Frau kennen und lieben, die zur gleichen Zeit aus Oberbayern (Gemeinde Großkarolinenfeld) ausgewandert war.
Roland Gruber ging nach einer harten und entbehrlichen Kindheit im Jahr 1940 mit 18 Jahren zur Luftwaffe. Er überlebte den Krieg unversehrt und war zum Kriegsende in Bad Aibling stationiert. Nach Chemnitz, seiner Heimatstadt, konnte er nicht zurück, da sie von den russischen Alliierten besetzt war. Allerdings erinnerte er sich an die Heimatanschrift seiner Schwägerin, die vor ihrer Auswanderung in Großkarolinenfeld (10 km von Bad Aibling entfernt) lebte und ließ sich dorthin entlassen. Als Bauernknecht arbeitete er fast 10 Jahre auf dem „Hoißn-Hof“, welche er noch heute als die glücklichsten Jahre seines Lebens beschreibt. Bis heute besteht eine enge Freundschaft zu der Familie des Hofes.

Im Jahr 1954 ging Roland für 3,5 Jahre zu seinem Bruder nach Amerika und arbeitete in dessen Maler- und Dekorateur-Geschäft. Als er für die Hochzeit seiner Schwester Susanne wieder nach Berlin kam, lernte er auf der Feier seine erste Frau Edith kennen, die er nach seiner Rückkehr nach Berlin im Jahr 1957 heiratete.
Das von der Familie Steudtner und seiner Frau Edith gegründete Möbelgeschäft wurde daraufhin erweitert und erfuhr während der Wirtschaftswunderzeit der 50iger Jahre einen mächtigen Boom. Aus dem kleinen Möbelgeschäft auf dem Hof, wurde bald eines der größten Möbelgeschäfte Berlins, der bekannte Möbelhof am Rathaus Steglitz. Heute steht an dieser Stelle das „Schloss“, ein exklusives Einkaufszentrum. 1982 verstarb nach langer, schwerer Krankheit seine Frau Edith.

Im Jahr 1988 hat er seine Frau Renate Gruber geheiratet, die ihn stets beruflich und privat unterstützte. Renate und Roland Gruber beschlossen im Jahr 2012 eine Stiftung zu gründen, die hilfsbedürftige Kinder und pflegebedürftige alte Menschen unterstützt. Zudem soll die Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden im Rahmen des Stiftungszweckes berücksichtigt werden. „Anderen helfen, indem man Gutes weitergibt“ – das hat sich die Stiftung zum Motto gemacht.

Am 29. Januar 2015 ist Roland Gruber im Alter von 93 Jahren in Berlin im Umkreis seiner Liebsten verstorben. Mit seiner liebenswerten Art, seinem Charisma und seiner Ausstrahlung wird er immer in Erinnerung bleiben. Die Renate & Roland Gruber Stiftung ist Teil seines Lebenswerks und wird in seinem und Renate Grubers Sinne Gutes weitergeben.